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Katalogbeitrag zur Ausstellung 'Scharfer Blick', Bundeskunsthalle Bonn

Private Fotos werden zu unterschiedlichen Gelegenheiten angefertigt. Sie dienen gemeinhin als Erinnerungshilfe an erlebte Situationen. Das Wiedererkennen von Situationen oder Personen ist das Wesentliche von privaten Fotografien. Dieses Wesentliche befindet sich beim 'gelungenen' Privatfoto im Mittelpunkt. Alles Andere ist weniger gewolltes Beiwerk.
Die industrielle Entwicklung ist den Ansprüchen des Marktes gefolgt und hat seit den 70er Jahren die Farbfotografie zum Standard in der privaten Verwendung gemacht.
Das Privatfoto selbst ist zum Gegenstand von Alltagskultur geworden.

Jörg Sasse verwendet Gegenstände der Alltagskultur als Ausgangsmaterial für seine Arbeit. Neben den bisher benutzten dreidimensionalen Gegenständen und Architekturdetails in Innenräumen sind nun zweidimensionale Privatfotos als Material für seine Arbeit hinzugekommen.

Bernd und Hilla Becher, 1995