Jörg Sasse - Ausstellungen
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Letzte Ausstellungen


 

Bloße Landschaft >  
Städtische Galerie Waldkraiburg
08.02.2019 - 28.04.2019
 
Jonathan Bragdon, Tacita Dean, Bernhard Fuchs, Owen Gump, Heike Kelter, Paul Klee, Jörg Sasse, Hank Schmidt in der Beek, Emma Stibbon, Zhang Wanqing, Melanie Wiora und Danaé Xynias

Paul Klee gibt hier den Auftakt zu einer besonderen Schau: Ausgehend von seiner faszinierenden Papierarbeit „Der Strand bei Beg Meil" von 1928, begibt sich die Ausstellung auf die Suche nach der „Bloßen Landschaft". Schaut man in die Geschichte der Kunst, so waren Landschaftsdarstellungen immer schon Konstruktionen, die als Projektionsfläche und Sehnsuchtsort viel mehr Inhalte transportiert haben, als nur den wohlgefälligen Blick auf einen schönen Naturausschnitt.
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Allein in Asien, speziell in Japan, gibt es die Tradition der bewusst von Menschenhand gestalteten Natur, die nur auf sich selbst verweisen soll und damit den Betrachtenden als „Bloße Landschaft" entgegentritt. Wie aber verhält es sich heute, im Zeitalter der Globalisierung und des Bilderrauschens mit der Darstellung von Landschaft in der Kunst? Welche Wahrnehmungsmodelle und Konstruktionen von Landschaft, welche Zuschreibungen und Aneignungen sind heute noch brauchbar? So untersuchen die Künstlerinnen und Künstler Standards, Normen und Möglichkeiten heutiger Landschaftsdarstellung. Sie befragen die Landschaft als Ausdruck menschlichen Wirkens oder als ephemeren Raum, beschäftigen sich mit historischem Bildvokabular oder dekonstruieren es, um damit neue Sichtweisen auf die Landschaft zu öffnen. In der Ausstellung zu klären bleibt, ob es überhaupt möglich ist, eine bloße Landschaft als Ideal in Erscheinung treten zu lassen, oder inwieweit Landschaft überhaupt erst angereichert durch Vorstellungsbilder oder mittels beigegebener Erzählung sichtbar wird.

Ausstellung auf der Homepage der Städtischen Galerie Waldkraiburg

 

LAND__SCOPE >  
Münchner Stadtmuseum
30.11.2018 - 31.03.2019
 
Claudia Angelmaier, Olivo Barbieri, Peter Bialobrzeski, Sonja Braas, Claus Bury, Marc Cellier, Lucinda Devlin, Caroline Dlugos, William Eggleston, Dörte Eißfeldt, Andre Gelpke, Jochen Gerz, Luigi Ghirri, Mario Giacomelli, Beate Gütschow, Naoya Hatakeyama, Raphael Hefti, Anton Henning, Dan Holdworth, Carsten Höller, Roni Horn, Axel Hütte, Magdalena Jetelová, Sven Johne, Timo Kahlen, Peter Keetmann, Andrej Krementschouk, Jean Le Gac, Zoe Leonard, Robert Longo, Richard Mosse, Andreas Mühe, Andreas Müller-Pohle, Walter Niedermayr, Simone Nieweg, Detlef Orlopp, Jorma Puranen, Inge Rambow, Heinrich Riebesehl, Klaus Rinke, Thomas Ruff, Sebastião Salgado, Victoria Sambunaris, Adrian Sauer, Stephan Schenk, Maria Sewcz, Stephen Shore, Oriol Vilanova, Anna Vogel, Sascha Weidner und Manfred Willmann

Die Ausstellung widmet sich der Landschaftsdarstellung in der zeitgenössischen Fotokunst. In einer breiten Übersicht mit Werken aus der DZ BANK Kunstsammlung wird durch verschiedene thematische Schwerpunkte verdeutlicht, dass im fotografischen Naturbild nicht nur die tradierte malerische Gattung adaptiert wird, sondern vielmehr neue Darstellungskonventionen hervorgebracht werden. Mit dem Blick auf Bilder der letzten fünf Jahrzehnte wird der medienspezifischen Erschließung der Welt bis ins digitale Zeitalter nachgegangen. Ob analog oder computerbasiert, den fotografischen Landschaften liegen oft gesellschaftliche Debatten und politische Diskurse zugrunde, die auch in der Ausstellung unter die Lupe genommen werden.
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Landschaftsdarstellungen sind, als ästhetische Phänomene und Produkte kultureller Konnotation, seit jeher Bedeutungsträger für eine große Vielfalt an Projektionen, Weltentwürfen und Geschichtsschreibungen. Sie dienen Identifikationsprozessen oder sind durch Abstraktionen verfremdet. Die anhaltenden Debatten um ein neues Erdzeitalter – dem Anthropozän, in dem der Mensch zum wesentlichen Gestalter der Natur und zum Akteur geologischer und atmosphärischer Veränderungen wurde – regen dazu an, künstlerische Aneignungen von Landschaften neu zu betrachten und zu befragen: Was verraten uns die Darstellungen über das Verhältnis von Mensch und Natur? Was repräsentieren Landschaften heute, in unserer globalisierten und digitalisierten Weltordnung? Mit welchen philosophischen, ökologischen und ökonomischen Bedeutungen sind sie aufgeladen? Und wie bestimmen (trans-)historische, (trans-)kulturelle, geopolitische und hegemoniale Ordnungen unsere Wahrnehmung von Natur und Gelände?

Der Titel der Ausstellung ist ein Kunstwort, das die programmatische Ausrichtung des Projekts andeutet: "LAND__SCOPE" leitet sich vom Englischen "landscape" (Landschaft) ab und setzt den Englischen Begriff "scope" ein, der unter anderem mit Aussicht, Horizont oder Geltungsbereich übersetzt werden kann und dem altgriechischen "σκοπε?ν" (beschauen), entstammt. Diesen Geltungsbereich der Landschaft, in der zeitgenössischen Kunst, in ökologischen und gesellschaftspolitischen Debatten, möchte die Ausstellung aufzeigen und hinterfragen. Sie ist in sieben große Kapitel unterteilt, die die zahlreichen Spektren fotokünstlerischer Landschaftsdarstellung aufnehmen.

Im Fokus der Sektion Ideallandschaften stehen die Kompositionsschemata, Darstellungsmodi und Bildtypen tradierter, malerischer Vorbilder von Naturbetrachtung. Die hier versammelten Arbeiten von Beate Gütschow, Stephen Shore und Sascha Weidner adaptieren und unterlaufen die Bedingungen kanonisierter Bildordnungen der westlich geprägten Kunstgeschichte. Sie befragen das Wechselverhältnis ästhetischer und moralischer Diskurse, die in der Gattung der Landschaftsmalerei bis in die Renaissance zurückreichen.

Der Bereich Wüstungen mit Arbeiten von Inge Rambow, Walter Niedermayr und Andreas Müller-Pohle widmet sich einer großen Bandbreite an Landschaftstransformationen. Von der massentouristischen Eroberung der Alpen bis hin zu postindustriellen Brachflächen werden verschiedene Formen der Naturzerstörung vor Augen geführt. In Anlehnung an Methoden mikrobiologischer Wasseranalyse werden Problematiken der standortbezogenen Verschmutzung unserer Flüsse ins Visier genommen.

Das Kapitel Politische Territorien thematisiert historische und gegenwärtige Konflikte anhand ihrer Schauplätze. So verweisen großformatige Tapisserien von Stephan Schenk mit detaillierten Ansichten von natürlichem und scheinbar alltäglichem Gelände auf Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges. Die illegale Besiedlung der Sperrzone um den explodierten Atomreaktor in Tschernobyl in den Arbeiten von Andrej Krementschouk kündet von der Alternativlosigkeit und vom Willen der Menschen, in ihrer Heimat zu bleiben – aller gesundheitlichen Gefährdungen zum Trotz. Die großformatige Thermoaufnahme eines Flüchtlingslagers in der Türkei des Künstlers Richard Mosse – entstanden mittels eines militärischen Kamerasystems, das Wärme noch aus 30 Kilometern Entfernung aufzeichnet – durchkreuzt die Bildordnung einer idealtypischen Weltenlandschaft, indem sie die prekäre Lage ihrer "Bewohner" impliziert.

Unter dem Titel Landschaft als Konzept sind Werke zusammengetragen worden, die sich der Gattung als Folie für medienreflexive, kunsttheoretische und abstrakte Überlegungen annähern und sich diese zu Eigen machen. So legt Klaus Rinke durch die in der Bildfläche wiederholte und gestaffelte Figur seiner selbst in der Landschaft Parameter von Zeit und Raum fest. Claudia Angelmaier, die das Motiv von Albrecht Dürers Lindenbäumen aus verschiedenen Ausstellungskatalogen abfotografiert, verweist auf das diskrepante Verhältnis von Original und Reproduktion. Fragen danach, was wir eigentlich in einem Bild sehen und ob wir unseren Augen trauen können, stellen sich auch bei Fotografien der täuschend echten Natursimulationen von Miniaturmodellen und Dioramen der Künstlerin Sonja Braas oder in Form von Präparaten heimischer Tiere, die von Marc Cellier in nächtlichen Stadtlandschaften inszeniert werden.

Dass der Natur selbst bildhafte Strukturen immanent sind oder entlockt werden können, führt das Kapitel Formkräfte der Natur vor Augen: Geländeoberflächen von Gebirgsmassiven lancieren zu abstrakten Bildformationen von Olivo Barbieri. Serielle Langzeitbeobachtungen eines Seestückes von Lucinda Devlin verdeutlichen die enormen Veränderungen auf die Erscheinung eines Ortes, die von Witterung, Tages- und Jahreszeit bestimmt wird. Die Idee, eine Fotografie entstünde mit dem "Zeichenstift der Natur", wie sie vom Fotopionier Henry Fox Talbot formuliert wurde, wird von einer kameralosen Fotografie des Künstlers Raphael Hefti aufgegriffen; während das Bild Assoziation zu astronomischen Aufnahmen evoziert, wurde das Fotopapier tatsächlich mit Hilfe hochentzündlicher Bärlappsporen belichtet.

Die landwirtschaftliche Nutzung und Kleingärtnerei sind das Thema der Sektion Agrarlandschaften, in der Bilder von satten Kohlfeldern Heinrich Riebesehls, Schrebergärten und Grabeland der Künstlerin Simone Nieweg und kunstvolle Heuskulpturen von Claus Bury das über Jahrhunderte geformte und prägende Erscheinungsbild unserer Breitengrade präsentieren. Dies geschieht nicht, ohne einen ironischen Bruch zur nach wie vor anhaltenden Romantisierung des "Landlebens" zu erzeugen, wie Manfred Willmann uns in seinen Werken zeigt.

Der computerbasierten Bearbeitung und Erzeugung von Naturdarstellungen widmet sich die Sektion Digitale Landschaften. Lagen Werken von Jörg Sasse und Caroline Dlugos aus den 1990er Jahren noch analoge Fotografien zugrunde, die mit ihrer digitalen Nachbearbeitung die zunehmende Instabilität des fotografischen Mediums ankündigten, so werden mittlerweile, wie in den Arbeiten von Dan Holdsworth komplette Landschaften digital konstruiert. Gleichzeitig bietet das Internet zunehmend einen öffentlichen Zugang zu Fotografien professioneller Bildarchive wie der NASA und ermöglicht Künstlern wie Thomas Ruff die Aneignung dieser Bildwelten, unter anderem die dreidimensionale Erfahrung des Planeten Mars im musealen Raum.

In der Zusammenschau von über 130 Kunstwerken, die zwischen 1972 und 2018 entstanden sind, zeichnet die Ausstellung den Facettenreichtum der fotografischen Naturdarstellungen bis in die Gegenwart nach, setzt die Weiterentwicklung und nicht selten die Überwindung der Gattung Landschaft mit Hilfe des Lichtbildes ins Relief.

Ausstellung auf der Website des Münchner Stadtmuseums

 

Vanishing >  
Galerie Wilma Tolksdorf, Frankfurt am Main
11.12.2018 - 02.02.2019
 
Laurenz Berges, Maurizio Nannucci, Jörg Sasse, James Tunks, Silke Wagner



 

Kleine Geschichte(n) der Fotografie (#1) >  
Sprengel Museum Hannover
13.06.2018 - 02.09.2018
 
Lynda Benglis, David Claerbout, Jan Dibbets, VALIE EXPORT, Claus Goedicke, Andreas Gursky, Gottfried Jäger, Barbara Kasten, Sherrie Levine, Giuseppe Penone, Thomas Ruff, Edward Ruscha, Katharina Sieverding, Jörg Sasse, Hannah Villiger, Christopher Williams und einer Störung von Franz de Hamilton sowie einem begleitenden Beitrag von Adrian Sauer

Die als mehrteilige Reihe konzipierte Ausstellung geht das Wagnis einer alternativen Geschichtsschreibung ein und stellt die Frage: Wie lässt sich die Geschichte der neueren Fotografie nach dem "Ende der großen Erzählungen" überhaupt begreifen? Ausgangspunkt sind wesentliche Begriffe einer solchen Geschichte, Ziel ist die Erstellung eines Glossars, das zum Umgang befähigt. Mit nur wenigen, ikonischen Bildern führt die Ausstellung dabei die Verschiedenartigkeit der jeweiligen Begriffe Raum für Raum vor – freilich ohne sie nur zu illustrieren: "Abstraktion", "Bewegung", "Bild-Gebäude", "Blick", "Weiblicher Körper" und "Re:Produktion".

In einer unkonventionellen Präsentationsform, die von einer eigenen Homepage zum Thema begleitet wird, werden bekannte, aber auch weniger populäre Fotografien aus den vergangenen Jahrzehnten beispielhaft vorgestellt.

Website des Sprengel Museums zur Ausstellung

 

Bernd, Hilla and the Others / Photography from Dusseldorf >  
Huis Marseille - Museum voor Fotografie, Amsterdam
09.03.2018 - 03.06.2018
 
Elger Esser, Andreas Gursky, Candida Höfer, Axel Hütte, Simone Nieweg, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Thomas Struth

In the spring of 2018 Huis Marseille will be devoted to the so-called Düsseldorfer Photoschule, photographers who studied at the Dusseldorf Art Academy under Bernd and Hilla Becher or their successors Thomas Ruff and Andreas Gursky. The photographic vision of Bernd and Hilla Becher was so influential and successful that these photographers – also known as the Becher-Schüler – have left their stamp on contemporary photography from the mid-1970s onwards. Huis Marseille has a considerable collection of photographs from the Dusseldorf school. These will be presented in the exhibition alongside early, mostly unknown work by photographers such as Höfer, Ruff and Struth, as well as more recent work by young and upcoming photographers.

Ausstellung auf der Website des Huis Marseille