[ Einzelausstellungen ]
[ Gruppenausstellungen ]
[ Alle Ausstellungen ]
|
|
< Red Doors >
Galerie Nächst St. Stephan Rosemarie Schwarzwälder, Wien (e)
02.06.2026 - 29.08.2026
|
|
"Auf einer Metaebene geht es darum, wie sich unsere gemeinsame Kultur wandelt, indem sich die Benutzung und Akzeptanz der uns umgebenden Technik entwickelt und darüber einen anscheinend immer größeren Einfluss auf unser "Sehen und Verstehen" ausübt. Der Blick wird nicht gelenkt, sondern geöffnet. Der Betrachter wird in einen Prozess des „sehenden Sehens“ entlassen – einen offenen Zustand, in dem Bedeutung nicht festgelegt ist, sondern sich erst im Moment der Betrachtung bildet. Gerade darin liegt die besondere Qualität dieser Bilder: Sie geben keine Antworten, sondern schaffen Räume für Wahrnehmung, Zweifel und Imagination." (Felix Hoffmann)
Ausstellung auf der Webseite der Galerie Nächst St. Stephan
|
|
< Die Zeit hat kein Zentrum – Werke aus der Kunstsammlung Ulrike Crespo >
Open Space, Frankfurt
24.10.2025 - 08.01.2026
|
|
Miriam Cahn, Ursula Edelmann, Bea Emsbach, Eric Fischl, Günther Förg, Bernard Frize, Angela Grauerholz, Gabi Hamm, Martha Jungwirth, Michael Kalmbach, Brian McKee, Barbara Klemm, Imi Knoebel, Juul Kraijer, Petra Morenzi, Stefan Moses, Tony Oursler, Vanessa Pey, Bernhard Prinz, Amparo Sard, Jörg Sasse, Markus Schinwald, Cornelia Schleime, Dayanita Singh, Kiki Smith, Günter Umberg, Nicole van den Plas, Paloma Varga Weisz, Ben Vautier u.a.
Ulrike Crespo (1950–2019) war Stifterin, Psychotherapeutin, künstlerische Fotografin – und leidenschaftliche Kunstsammlerin.
Die Ausstellung im Crespo Open Space zeigt erstmals rund 120 Werke aus der privaten Sammlung Ulrike Crespos, deren Bandbreite von Malerei und Fotografie über Arbeiten auf Papier bis hin zu Skulpturen und einer Video-Installation reicht. Die Ausstellung unterstreicht die Qualitäten einzelner Werkgruppen und die Stärken von Einzelwerken.
Das Sammler-Gen mag Ulrike Crespo von ihrem Großvater Karl Ströher geerbt haben, ihre Sammlung zeugt jedoch von einem unabhängigen, sehr eigenen Blick auf das individuelle Werk auch im Kontext des jeweiligen Œuvres der Künstler:innen. Hier folgt Ulrike Crespo ihrem Gespür, ihrem Engagement für Künstlerinnen und ihrer Vorliebe für die Darstellung der weiblichen Figur.
Zugleich lag Ulrike Crespos Augenmerk auf der Förderung junger und unbekannterer Positionen. Der darin verborgene Freiraum und die damit verbundene Entdeckerfreude werden für die Besucher:innen dieser Ausstellung sichtbar.
Die Ausstellung wurde kuratiert von Dr. Mario Kramer.
|
|
< Sammlung Lothar Schirmer - Zeitgenössicher Kunst von Cy Twomgly bis Peter Handke >
Kallmann-Museum, Ismaning
05.10.2025 - 01.02.2026
|
|
Martin Assig, Bernd und Hilla Becher, Laurenz Berges, Joseph Beuys, John Cage, Hanne Darboven, Thomas Demand, Hans-Peter Feldmann, Otto Freundlich, Claus Goedicke, Andreas Gursky, Peter Handke, Erwin Heerich, Candida Höfer, Carsten Höller, Axel Hütte, Yves Klein, Ute Klophaus, Jean-Étienne Liotard, Gabriel von Max, Simone Nieweg, Claes Oldenburg, Albert Renger-Patzsch, Thomas Ruff, Philipp Otoo Runge, August Sander, Jörg Sasse, Kurt Schwitters, Cindy Sherman, Wiebke Siem , Thomas Struth, Cy Twombly, Cornelius Völker, Jeff Wall, Andy Warhol, Michael Wesely, Petra Wunderlich, Heinrich Zille
Das Kallmann-Museum Ismaning eröffnet am Sonntag, 5. Oktober um 15 Uhr die Ausstellung „Sammlung Lothar Schirmer – Zeitgenössische Kunst von Cy Twombly bis Peter Handke“. Anlässlich des diesjährigen 80. Geburtstags des bedeutenden Münchner Sammlers und Verlegers Lothar Schirmer wird dessen herausragende Sammlung zeitgenössischer Kunst in einer repräsentativen Auswahl vorgestellt. Zu sehen sind Gemälde, Fotografien, Zeichnungen und Objekte von prägenden Vertreter*innen der Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts. Joseph Beuys, Cy Twombly, Cindy Sherman, Jeff Wall, Claes Oldenburg, Bernd und Hilla Becher oder August Sander sind ebenso vertreten wie Andreas Gursky, Candida Höfer, Thomas Struth, Thomas Ruff und Jörg Sasse sowie bedeutende Positionen der aktuellen Malerei und Bildhauerei in Deutschland wie Cornelius Völker, Martin Assig und Wiebke Siem. Mit einem humorvollen Seitenblick werden zudem Preziosen alter Meister von Gabriel von Max, Philipp Otto Runge oder Jean-Étienne Liotard in die Präsentation integriert. Insgesamt werden rund 100 Arbeiten von 35 Künstler*innen vom 18. bis 21. Jahrhundert in Ismaning zu sehen sein. Sie präsentieren die Schwerpunkte einer außergewöhnlichen Sammlung, die aus persönlichen Vorlieben entstanden ist und dabei zugleich zentrale Positionen der zeitgenössischen Kunst und Fotografie umfasst.
[ mehr ]
Lothar Schirmer begann seine mehr als sechs Jahrzehnte währende Sammeltätigkeit bereits als siebzehnjähriger Schüler. Getrieben von jugendlicher Leidenschaft für die Kunst seiner Zeit erwarb er in den 1960er Jahren mit schmalem Budget und teilweise auf Ratenzahlung erste Arbeiten von Cy Twombly und Joseph Beuys und bewies schon damals einen visionären Blick für wichtige Bewegungen innerhalb der zeitgenössischen Kunst. Die persönlichen Begegnungen mit diesen beiden Künstlern, die Schirmer in ihren Ateliers in Rom und Düsseldorf besuchte, markieren zudem den Beginn teilweise jahrzehntelanger, enger und freundschaftlicher Beziehungen zu den von ihm gesammelten Künstler*innen. Diese Beziehungen vertieften sich, als Lothar Schirmer 1974 in München den Schirmer/Mosel Verlag gründete. Zu den meisten der in seiner Sammlung vertretenen Künstlern verlegte er wichtige Monographien und verzahnte so das Sammeln mit der verlegerischen Tätigkeit.
Die Ismaninger Ausstellung spiegelt als ein Charakteristikum der Sammlung deren Zusammenstellung aus umfangreichen Werkgruppen wider, mit denen viele der Künstler*innen vertreten sind. Die erste und größte Abteilung der Ausstellung widmet sich der Fotografie, beginnend mit frühen Vintage Prints Berliner Stadtansichten Heinrich Zilles. Daneben ist ein weiterer Schwerpunkt der Sammlung die Zeichnung, die in einer durch eine besondere Sensibilität und Feinheit gekennzeichneten Ausprägung vertreten ist. Die zeitgenössische deutsche Malerei ist mit großformatigen Werken von Martin Assig und Cornelius Völker vertreten, während die psychologisch aufgeladenen plastischen Arbeiten von Wiebke Siem als wichtige Position aktueller Bildhauerei vertreten sind.
|
|
< Memento Photography, Interrupted >
Huis Marseille, Amsterdam
28.06.2025 - 12.10.2025
|
|
Farah Al-Qasimi, Valérie Belin, Myriam Boulos, Edward Burtynsky, Widline Cadet, Kennedi Carter, James Casebere, Coco Capitán, Mat Collishaw, Luc Delahaye, David Goldblatt, Eddo Hartmann, Naoya Hatakeyama, Jamie Hawkesworth, Scarlett Hooft Graafland, Sarah Jones, Deana Lawson, Dana Lixenberg, Basim Magdy, Tyler Mitchell, Santu Mofokeng, Zanele Muholi, Jean-Luc Mylayne, Nhu Xuan Hua, Mame-Diarra Niang, Dawit L. Petros, Joanna Piotrowska, Ilona Plaum, Caio Reisewitz, Thomas Ruff, Torbjørn Rødland, Jörg Sasse, Viviane Sassen, Andrés Serrano, Shirana Shahbazi, Lindokuhle Sobekwa, Thomas Struth, Simon van Til, Maya-Inès Touam, Hellen Van Meene, Sascha Weidner, Hanne van der Woude
In 2025 Huis Marseille, Museum for Photography will be 25 years old. To celebrate this, from 28 June till 12 October 2025 the museum will hold the exhibition Memento. Photography, interrupted, in both of its 17th-century buildings on the Keizersgracht in Amsterdam.
Displaying the works in both an unconventional and monumental way, Huis Marseille is presenting over a hundred contemporary photographic highlights from its rich collection, offering insight into a quarter-century of collection policy. The exhibition shows that the collection has not only closely reflected developments in photography and visual culture, but also developments in society itself, particularly over the last five years.
A rich collection
Over the last two and a half decades Huis Marseille, Amsterdam’s first photography museum, has acquired over eight hundred works of contemporary photography. This rich collection includes work by numerous internationally prominent photographers, such as Thomas Struth, Andreas Gursky, Andres Serrano, Deana Lawson, Viviane Sassen, and Jean-Luc Mylayne, but it also gives generous space to less familiar names. Recent acquisitions, for instance, include photographs by Jamie Hawkesworth, Nhu Xuan Hua, and Tyler Mitchell – work created at the intersection of fashion and art. The Huis Marseille collection is of an exceptionally high quality; to see other works of this standard by Deana Lawson, Joanna Piotrowska, or Zanele Muholi, for instance, you would have to travel abroad.
Every photograph is a memento
In what ways has the Huis Marseille collection developed over the course of its 25-year existence? Memento answers this question. Every photograph is itself a memento; that is to say, it is bound to a particular moment in time. But the works in the collection can also be seen as mementos in the history of the museum itself. Each piece either formed part of an exhibition, or inspired one. Each was associated with a long-term working relationship with an artist or was acquired under a specific directorate. Above all the collection reflects the important changes that have taken place in society and art practice in particular, which have gathered momentum ever since the outbreak of the Covid pandemic in 2020.
Unconventional presentation
Memento is by no means a chronological exhibition explaining how the collection was formed. Instead the photographs are presented in a way that is as monumental as it is unconventional. A collection piece would normally only be found in one of two places: the depot or the exhibition gallery. For Memento these two locations were combined: the presentation in the galleries mimics the way paintings are stored on racks in a depot. The Depot of the Museum Boijmans Van Beuningen lent its Lina Bo Bardi ‘glass easels’ to Huis Marseille, and these display the works as objects in the space.
|
|
< Kybernetik. Vernetzte Systeme >
DZ Bank Kunststiftung, Frankfurt am Main
04.06.2025 - 18.10.2025
|
|
Heba Y. Amin, John Baldessari, Rosa Barba, Robert Barry, Jan Paul Evers, Christiane Feser, Thomas Florschuetz, Johannes Franzen, Jochen Gerz, Timo Hinze, Zofia Kulik, Jochen Lempert, Michaela Melián, Olaf Metzel, Antoni Muntadas, Mehreen Murtaza, Anne & Patrick Poirier, Johannes Raimann, Thomas Ruff, Jörg Sasse, Helmut Schweizer, Clare Strand, Valie Export & Adrian Williams
Die Ausstellung »Kybernetik. Vernetzte Systeme« kann als ein Intermezzo verstanden werden, als ein heiteres szenisches Zwischenspiel, das die Haltung der Kunststiftung DZ BANK auf den Punkt bringt: interdisziplinäres Denken und das Aufdecken, Hinterfragen und Analysieren von Zusammenhängen und Prozessen – zwischen Lebewesen, Künsten, Wissenschaften und technischen sowie ökologischen Systemen. Dabei greift die Ausstellung vergangene Ideen auf und will von hier aus Impulse und Verknüpfungen weiterdenken.
Kybernetik ist die Regelung von Nachrichtenübertragungen im Lebewesen und in der Maschine. Es geht um die Steuerung komplexer Systeme, die vom Menschen auf Maschinen übertragen werden. Es ist die kontinuierliche Suche nach gemeinsamen Strukturen von Kommunikationsprinzipien, die in Analogie zu lebenden Organismen und sozialen Organisationen gedacht werden.
[ mehr ]
Die Ausstellung mit Werken aus der Sammlung der DZ BANK gliedert sich in vier Schwerpunkte:
- Wahrnehmung und Sprache. Kommunikation als komplexes System
- Mensch und Computer. Kommunikation mit Maschinen
- Selbstorganisierte Systeme. Natur und Umwelt
- Soziale Systeme. Sich selbst durch sich selbst sehen
|
|
< Theatre of Speaking Objects >
Kunsthalle Nürnberg
22.03.2025 - 08.06.2025
|
|
Jean-Marie Appriou, Uri Aran, Ed Atkins, Julius von Bismarck, Anna und Bernhard Blume, Cosima von Bonin, Monica Bonvicini, Björg Braun,. Miriam Cahn, Jan de Cok, Peter Duka, Fischli/Weiß, Isa Genzken, Oetrut Halulaj, Georg Herold, Jürgen Klauke, Erwin Kneihsl, Eva Kot'átková, Jochem Lempert, Kris Lemsalu, Michel Majerus, Christopher Makos, Manfred Pernice, Mary-Audrey Ramirez, Tobias Rehberger, Michael Sailstorfer, Jörg Sasse, Gregor Schneider, Andreas Schulze, Norbert Schwontkowski, Cindy Sherman, Dirk Skreber, Andreas Slominski, Hiroshi Sugimoto, Wolfgang Tillmans, Johannes Wohnseifer, Katharina Wulff
Werke aus der Sammlung Wilhelm Otto Nachfahren
|
|
< Cut - Collagen >
Galerie Wilma Tolksdorf, Frankfurt am Main
18.01.2025 - 28.02.2025
|
|
Michel Buthe, Birgit Werres, Jonathon Meese, James Tunks, Jörg Sasse, Mimmo Paladino, Astrid Busch, Enzo Cucchi
Die künstlerischen Positionen der Ausstellung verweisen auf die Methode der Collage in ihrem Umgang mit dem Bestehenden. Demontage, Zerstörung und Kontextentnahme stehen Neuordnung, Verknüpfung und Kreation gegenüber. Die präsentierten digitalen, plastischen und papiernen Collagen beschäftigen sich etwa mit dem Wegschneiden des Überflüssigen sowie dem Akt des Einschnitts als Impuls neuer Gefüge. Der »cut« steht dabei als radikales Moment metaphorischer wie praktischer Art und kontrastiert mit dem prozesshaften Charakter der Transformation.
|
|
< Träume einer Eule, Who the Bær und der verwundete Planet >
Kunsthalle Bielefeld
30.11.2024 - 23.02.2025
|
|
Marina Abramovic, Saâdane Afif, Anni Albers, Diane Arbus, Armando, Hans (Jean) Arp, Yto Barrada, Georg Baselitz, Max Beckmann, Rudolf Belling, Julius Bissier, Katinka Bock, Peter August Böckstiegel, Monica Bonvicini, Shannon Bool, Katharina Bosse, Louise Bourgeois, Vera Brüggemann, Peter Brüning, Daniel Buren, Teresa Burga, Paul Bürk, Michael Buthe, Reg Butler, Alexander Calder, Heinrich Campendonk, Marc Chagall, Sandro Chia, Salvador Dalí, Willem de Kooning, Robert Delaunay, Sonia Delaunay-Terk, Christa Dichgans, Friedrich Diehl, Otto Dix, Jason Dodge, Marlene Dumas, Herbert Ebersbach, Nicole Eisenman, Max Ernst, Conrad Felixmüller, Peter Fischli und David Weiss, Anne Flore, Lucio Fontana, Wolfgang Fräger, Günter Frecksmeier, Simon Fujiwara, Dani Gal, Peter Gallaus, Henri Gaudier-Brzeska, Otto Gleichmann, Erwin Graumann, Herbert Wilhelm Häfner, Richard Haizmann, Marsden Hartley, Lena Henke, Eduard Herterich, Charline von Heyl, Sheila Hicks, Ludwig Hirschfeld-Mack, David Hockney, Ferdinand Hodler, Gerhard Hoehme, Karl Hofer, Sofia Hultén, Allen Jones, Wassily Kandinsky, Anette Kelm, Anselm Kiefer, Esther Kläs, Jürgen Klauke, Max Klinger, Guitou Knoop, Benita Koch-Otte, Wilhelm Kohlhoff, Käthe Kollwitz, Wilhelm Laage, Josua Leander Gampp, Fernand Léger, Wilhelm Leibl, August Macke, Goshka Macuga, Franz Marc, Gerhard Marcks, Louis Marcoussis, Agnes Martin, André Masson, Brigitte und Martin Matschinsky-Denninghoff, Rita McBride, Olaf Metzel, Hans Meyboden, Karl Heinz Meyer, Christiane Möbus, Otto Modersohn, Paula Modersohn-Becker, László Moholy-Nagy, Henry Moore, Matthias Müller, Gabriele Münter, Louise Nevelson, Olaf Nicolai, Simone Nieweg, Emil Nolde, Adolf Oberländer, Anna Oppermann, Theo Ortmann, A. R. Penck, Pablo Picasso, Werner Pöschel, Charlotte Posenenske, Veronika Radulovic, Arnulf Rainer, Man Ray, Germaine Richier, Gerhard Richter, Christian Rohlfs, Ulrike Rosenbach, Lars Rosenbohm, Georges Rouault, Ulrich Rückriem, Salvo, Karin Sander, Jörg Sasse, Lo Savio, Julia Scher, Oskar Schlemmer, Karl Schmidt-Rottluff, Georg Schrimpf, Katharina Sieverding, Tony Smith, Robert Smithson, Giuseppe Spagnulo, Hermann Stenner, Irma Stern, Hiroshi Sugimoto, Sophie Taeuber-Arp, Rago Torre-Ebeling, Wilhelm Trübner, Hans Uhlmann, Not Vital, Heinrich Vogeler, James Welling, Erwin Wendt, Stephen Wilks, Fritz Winter
Geschichten aus der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld
Die Kunsthalle Bielefeld präsentiert vom 30. November 2024 bis 23. Februar 2025 die Ausstellung „Träume einer Eule, Who the Bær und der verwundete Planet“, die die Sammlung der Kunsthalle neu ordnet und durch eine Intervention des britisch-japanischen Künstlers Simon Fujiwara ergänzt wird.
Wann träumen Eulen? Wovon träumen die Tiere, die in der Kulturgeschichte oft für Weitsicht und Weisheit stehen? Vielleicht erhoffte sich der Künstler Hans (Jean) Arp mehr Einsicht, als er seine 1937/38 entstandene Skulptur „Eule“ 1957 in „Eulentraum“ umbenannte? Mit seiner Auffassung, dass künstlerische und natürliche Prozesse gleichwertig sind und dass der Mensch und sein Handeln immer in Beziehung zur Natur stehen und ihr keineswegs übergeordnet sind, nahm Hans Arp zentrale Aspekte unseres heutigen Denkens vorweg.
Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit wird unser Handeln im planetarischen System sichtbar. Angesichts der Klimakrise ist ein Perspektivenwechsel in allen Lebensbereichen notwendig, von den Naturwissenschaften über Kunst und Kultur bis hin zu Politik und Alltag. Welche Rolle kann ein Museum dabei spielen? Unsere Sammlungen sind unser visuelles Gedächtnis: Welche Bilder und welche neuen Konstellationen helfen uns, unser Denken und unsere Vorstellungen, unser Verhältnis zur Welt zu verändern?
[ mehr ]
Ausgehend von Arps „Eulentraum“ als einem Schlüsselwerk, wirft die Ausstellung die Frage auf, welche Bilder uns zu diesem Perspektivenwechsel anregen oder ermutigen. Gezeigt werden insgesamt 200 Arbeiten von über 150 internationalen Künstler*innen, die das Verhältnis von Mensch und Natur umkreisen. Neben einigen Klassikern der Sammlung geht es auch um die Entdeckung von Künstler*innen mit regionalem Bezug. Eine besondere Ausstellungsarchitektur wurde entwickelt, um in den Räumen eine dichte und reiche Bildnarration zu realisieren.
Welche Werke oder Themen der Sammlung der Kunsthalle Bielefeld sehen wir vor dem Hintergrund der Klimakrise, des planetarischen Denkens – oder kurz: im Zeitalter des Menschen, des „Anthropozäns“ – mit anderen Augen? Und welche Konsequenzen ziehen wir daraus für unsere Museumsarbeit? Diese Fragen werden nicht nur auf institutioneller Ebene und mit einem neuen Blick auf die eigene Sammlung untersucht, sondern mit einer Intervention des britisch-japanischen Künstlers Simon Fujiwara (*1982 in London, lebt in Berlin) um eine zeitgenössische künstlerische Stimme ergänzt, die zentralen Fragen unserer Lebensrealität Form gibt.
|
|
< Welt anschauen - Positionen aktueller Postfotografie und digitaler Bildkultur >
Kunst Sammlungen Chemnitz
28.07.2024 - 27.10.2024
|
|
Joachim Blank, Banz & Bowinkel, Julius Brauckmann, Nancy Burson, Katarína Dubovská, Jörg Sasse, Corinna Schnitt, Juergen Staack, Katja Stuke,
darktaxa-project: the Chemnitz constellation (Ralf Brueck, Raphael Brunk, Heather Dewey-Hagborg, Philipp Goldbach, Alex Grein, Beate Gütschow, Spiros Hadjidjanos, Fabian Hesse & Mitra Wakil, Kristina Lenz & Alex Simon Klug, Achim Mohné, Johannes Post, Michael Reisch, Anna Ridler, Aaron Scheer, Björn Siebert, David Young)
»Der Papst im Daunenmantel«, »Trump, der sich vor seiner Verhaftung wehrt«, gefälschte Nacktbilder von Taylor Swift …
Spätestens seit im vergangenen Jahr zahlreiche neue Bildgeneratoren und KI-Programme den Markt überfluteten, kursieren zahlreiche Bildphantasien, Manipulationen und Deepfake-
Videos. Oft sind diese von »echten« Aufnahmen kaum mehr zu unterscheiden. Insbesondere soziale Medien tragen zu ihrer massiven Verbreitung bei.
Mit digitalen Aufnahmetechniken hat sich die Bildproduktion in den letzten 30 Jahren gravierend verändert. Aktuell entstehen zunehmend technisch-erzeugte Bilder, die eine Basis und Herleitung in der Fotografie haben. Doch reicht der Begriff der »Fotografie« für sie nicht mehr aus. Meist ist der heutige Blick auf die Welt primär maschinenbasiert. Oft gehen die Aufnahmeansichten, übertragen von Satelliten, Drohnen und Überwachungskameras, von der Vogelperspektive aus. Wie gehen Künstler:innen mit diesen neuen Produktionsmöglichkeiten um?
[ mehr ]
Muss man überhaupt noch fotografieren, reicht es nicht, sich vorhandener Bilder zu bedienen, fragt etwa Jörg Sasse seit den 1990er Jahren, als er begann, ein riesiges Archiv von Amateurbildern zu digitalisieren.
Oft genügt ein mäßig kreativer Prompt, um eine simple KI-generierte Fotografie zu erstellen. Mit minimalistischem Bildwitz und Humor stellt Corinna Schnitt einen Fundus unmöglicher Treppenhäuser vor. Joachim Blank füttert eine KI mit ausgewählten Fotografien aus GEO-Zeitschriften und veranschaulicht visuell die Macht der Algorithmen über die Bilder. Julius Brauckmann untersucht, wie sich Früchte selber fotografieren. Er befragt damit, ebenso wie Alex Grein mit ihren Screen-Inszenierungen, ein klassisches Genre der Bildenden Kunst: das Stillleben. Achim Mohné erstellt mit virtuellen Drohnen im virtuellen Raum Architekturmodelle. Katja Stuke untersucht Möglichkeiten einer digitalen Form von Dokumentarfotografie, in dem sie mit Suchmaschinen Kriegsschauplätzen der Ukraine nachrecherchiert.
|
|
< Erde. Verwobenes Leben >
Kunststiftung DZ Bank, Frankfurt am Main
02.06.2023 - 06.10.2023
|
|
Lothar Baumgarten, Julius von Bismarck, Johannes Brus, Thomas Joshua Cooper, Simone Demandt, Jan Paul Evers, Lena von Goedeke, Rodney Graham, Raphael Hefti, Dan Holdsworth, Carsten Höller, Axel Hütte, Timo Kahlen, Jochen Lempert, Frank Mädler, Maix Mayer, Conrad Müller, Loredana Nemes, Detlef Orlopp, Helena Petersen, Inge Rambow, Klaus Rinke, Jörg Sasse, Anna Vogel
Seit der Mondlandung und späteren Satellitenbildern aus dem Weltall kennen wir die Erde als den blauen Planeten. Nach ihrer Entstehung, die sich über vier Milliarden Jahre hinzog und letztlich einer Reihe unglaublicher Zufälle verdankt, hat sich in weiteren zigtausend Jahren das Leben auf der Erde entwickelt. Im Wasser bilden sich aus Bakterien komplexe Organismen und an Land machen Pilze den Boden fruchtbar, um Farnen, Sträuchern und Bäumen das Wachstum zu ermöglichen. Immer mehr Lebewesen entstehen im Wasser und an Land. Bis sich menschliches Leben entwickelt, gehen weitere Jahrtausende ins Land. Heute stehen wir an einer Zeitenwende: Wir fragen uns, wie wir die Erde bewahren und der Verwobenheit des Lebens Rechnung tragen können. Anhand fotografischer Werke aus der Sammlung der DZ BANK versuchen wir, dem Verhältnis von Mensch und Natur auf den Grund zu gehen.
|
|
|
|